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Wahrscheinlich gab es schon im Jahre 842 eine Kirche in Gressenich. Zwar fehlt in der Urkunde Ludwigs der
direkte Hinweis, aber auf Grund einer Wendung ist davon auszugehen. Auch die Tatsache, dass die Pfarre Gressenich im Liber valoris (um 1300) aufgefuehrt wird, zeugt davon, dass sie uralt ist. Im Liber
valoris wurden die Einkuenfte verzeichnet, die schon lange bestanden. Da die Pastoral- und Zehntrechte bei der Koelner Domkirche lagen, laesst den Rueckschluss zu, dass diese bei der Verschenkung Gressenic +-+-+ Aus der Zeit zwischen 1150 und 1230 sind in Trier 12 Blaetter eines Pilgerbruderschaftsbuches erhalten. Es ist ein Verzeichnis von 4670 Pilgern aus 144 Orten, die jaehrlich eine Wallfahrt zum Grab des hl. Matthias nach Trier unternahmen, und dort eine Wachskerze opferten. Wie man sieht, sind die Heimbachpilger nicht die ersten frommen Pilgersleut’. +-+-+ Die Vorgaengerin unserer heutigen Pfarrkirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet als spaetgotischer
dreischiffiger Bruchsteinbau. Der Chor besass einen fuenfseitigen Abschluss und war nur so breit wie das Mittelschiff. Die Kirche war ca. 24 m lang und 13,5 m breit. Der Glockenturm (Westturm) war eingebaut, das
Innere der Kirche hatte ein spaetgotisches Kreuzgewoelbe mit Scheinrippen. Als Stuetzen dienten Rundpfeiler, an den Aussenwaenden Konsolen, die Arkaden waren spitzbogig. +-+-+ Zur Zeit des Kirchenbaus lebte der Gressenicher Pfarrer Petrus Meen. Er starb
um das Laurentiusfest im Jahre 1447. Er ist der erste Pfarrer, dessen Namen ueberliefert ist. +-+-+ Am Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden die beiden Gressenicher Glocken gegossen, und
zwar von Mitgliedern der beruehmten Glockengiesserfamilie Trier. |
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