834 - 1513

Wahrscheinlich gab es schon im Jahre 842 eine Kirche in Gressenich. Zwar fehlt in der Urkunde Ludwigs der direkte Hinweis, aber auf Grund einer Wendung ist davon auszugehen. Auch die Tatsache, dass die Pfarre Gressenich im Liber valoris (um 1300) aufgefuehrt wird, zeugt davon, dass sie uralt ist. Im Liber valoris wurden die Einkuenfte verzeichnet, die schon lange bestanden. Da die Pastoral- und Zehntrechte bei der Koelner Domkirche lagen, laesst den Rueckschluss zu, dass diese bei der Verschenkung GressenicGedenkstein hs an Kornelimuenster ausgeschlossen waren.
Erst im
April 1569 verzichteten Dechant und Kapitel des hohen Domstifts zu Koeln in einem feierlichen Vertrag auf den Grossen und Kleinen Zehnten aus Gressenich und legten fest, dass der Zehnte nun auf ewige Zeiten an die Abtei in Kornelimuenster zu entrichten sei.
Der erste Kirchenpatron in Gressenich war wohl zuerst der Hl. Dionysius (der
hl. Laurentius ist erst im 14. Jahrhundert belegt). Koenigliche Gutskirchen haben mit Vorliebe sein Patrozinium. Karl der Grosse war ein besonderer Verehrer des fraenkischen Staatsheiligen, der im 3. Jahrhundert Bischof in Paris war. Sowohl das Dionysius- wie das Laurentiuspatrozium sprechen für ein hohes Alter der Gressenicher Pfarre.
Die erste Kirche am Ort wurde wohl von den Franken erbaut. Die fraenkischen Siedler, meist Viehzuechter, benutzten dazu wohl eine Vorgaengervilla aus roemischer Zeit.

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Aus der Zeit zwischen 1150 und 1230 sind in Trier 12 Blaetter eines Pilgerbruderschaftsbuches erhalten. Es ist ein Verzeichnis von 4670 Pilgern aus 144 Orten, die jaehrlich eine Wallfahrt zum Grab des hl. Matthias nach Trier unternahmen, und dort eine Wachskerze opferten. Wie man sieht, sind die Heimbachpilger nicht die ersten frommen Pilgersleut’.

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Die Vorgaengerin unserer heutigen Pfarrkirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet als spaetgotischer dreischiffiger Bruchsteinbau. Der Chor besass einen fuenfseitigen Abschluss und war nur so breit wie das Mittelschiff. Die Kirche war ca. 24 m lang und 13,5 m breit. Der Glockenturm (Westturm) war eingebaut, das Innere der Kirche hatte ein spaetgotisches Kreuzgewoelbe mit Scheinrippen. Als Stuetzen dienten Rundpfeiler, an den Aussenwaenden Konsolen, die Arkaden waren spitzbogig.
Prunkstueck der Kirche war der
suedliche Seitenaltar, der einen dreiseitigen SchnitzschreinSuedaltar aus Eichenholz besass.

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Zur Zeit des Kirchenbaus lebte der Gressenicher Pfarrer Petrus Meen. Er starb um das Laurentiusfest im Jahre 1447. Er ist der erste Pfarrer, dessen Namen ueberliefert ist.
Zur Ehre Gottes und des hl. Maertyrers Laurentius wurde 1451 die St.Laurentius-Bruderschaft gegruendet, welche den Armen half. Zwischen 1451 und 1624 sind mehrere Stiftungen bekannt.
Johannes Bruyns wurde 1466 der erste Kuester Gressenichs

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Am Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden die beiden Gressenicher Glocken gegossen, und zwar von Mitgliedern der beruehmten Glockengiesserfamilie Trier.
Die Laurentiusglocke von 1494 trug folgende Inschrift: LAURENTIUS HEISCH ICH - ZU GOTTD DIENST LUDE ICH - GREGORIUS VAN TRIER GOSS MICH - ANNO MCCCCXCIIII. Sie war auf den Ton gis geeicht.
Die zweite Gressenicher Glocke wurde 1513 gegossen. Sie trug die Inschrift: ANNA MARIA HEISCHE ICH - DEN DIENST GOTTES LUDEN ICH - DEN DONNER VERDRIEVEN ICH - IAN VAN TRIER GOSS MICH - ANNO DNI MVCXII. Geeicht war sie auf den Ton g.