Marianische Vereinigung
Pilgerfahne

Die Aufgabe der marianischen Vereinigung ist die Planung und Durchfuerung der Bittprozession nach Heimbach. Auszug der Prozession ist immer an dem Samstag vor dem ersten Sonntag im September um 600, Rueckkehr nach Gressenich ist immer am ersten Sonntag im September, wobei der Auszug aus Heimbach immer um 730 erfolgt..
Ausserdem begleiten die Brudermeister die Fronleichnamsprozession in Gressenich sowie die Erdbebenprozession.

Der marianischen Vereinigung gehoeren an: als Praefekt: Werner Olbertz, als Geschaeftsfuehrer: Heinz Bolz, als Brudermeister(innen): Franz Dunkel,  Hans Franzen, Waltraud Hoerkens, Joachim Sieprath, Ulrike Schmitz, Stefan Schueller.
Wer Brudermeister werden moechte, melde sich bitte beim Praefekten oder Geschaeftsfuehrer.

Heimbachpilger in Huertgen auf dem Weg nach Heimbach

Geschichte der mar. Vereinigung

Im Jubilaeumsprotokoll fuer das Jahr 1959 berichtete der damalige Ehrenpraefekt Franz-Josef Liffmann: ”In frueheren Jahren schlossen sich die Pilger der Prozession Eschweiler-Hastenrath an. Im Fruehjahr 1919 hatten die drei Brudermeister Franz Schieren, Werner Maus und Josef Liffmann aus der hiesigen Pfarre eine Unterredung mit unserem Pfarrer Josef Willms, ob es nicht moeglich sei, uns selbststaendig zu machen und als eigene Prozession nach Heimbach zu gehen. Der Pastor schlug mit beiden Haenden zu und freute sich aus vollem Herzen ueber diesen Vorschlag. Hierzu sei nur zu sagen: aus der hiesigen Pfarre waren vier Brudermeister: Theo Muellejans, Johann Heften, Heinrich Kranzhoff und Jakob Liffmann; alle schon in hohem Alter, konnten sie die beschwerlichen Waldwege nicht mehr mitmachen. Aber man ernannte den aeltesten der Herren, Theo Muellejans, zum Ehrenpraefekten und Franz Schieren zum Praefekten. Und so sind wir denn seit 1919 als selbststaendige Prozession alljaehrlich nach Heimbach gepilgert.”

Nach dem 2. Weltkrieg wurde am 06.09.1946 die Heimbachprozession wieder aufgenommen, Praefekt war Franz-Josef Liffmann. Mit den Pilgern aus Werth, die die Gressenicher bis 1948 begleiteten, ging Pfarrrektor Creutz. 1947 gingen schon 166 Pilger nach Heimbach und 250 zurueck. 1948 hatte man das bis dahin fuer eine neue Fahne angesammelte Geld dem neuen Pastor Berks als Baugeld fuer die geplante Notkirche uebergeben. Praefekt Liffmann schrieb ins Protokollbuch der mar. Vereinigung: ”Es war naemlich unmoeglich, neue Fahnen zu beschaffen, da wir nicht in der Lage waren, Kombinationsgeschaefte abzuschliessen.” 1949 bezeichnete PraefektHeimbachpilger (60iger Jahre) Liffmann als Jubilaeumsprozession, waren doch vier Pilger dabei, die zum 50. Mal mit nach Heimbach gingen: Franz Dunkel, Wilhelm Kranzhoff, Theodor von Ameln und Franz-Josef Liffmann. Auch 1950 wurde ein Jubilaeum gefeiert: Josef Moonen fuhr zum 50. Mal mit seinem Fuhrwerk die noetige Fourage fuer die Prozession. 1951 konnten die Pilger die schon damals wiederaufgebaute Kaffeekirche in Schmidt bewundern. 1952 leitete Praefekt Liffmann zum 25. mal die Prozession. 1953 wurde die erste Goldjubilarin nach dem Krieg geehrt: Margarete Breuer. Seit 1954 schlossen sich die Pilger der Pfarre Wenau aus Heistern der Prozession aus Gressenich an. Willi Frentz trug zum ersten Mal die neue Heimbachfahne

1959 war Jubilaeumsjahr. Zum 40. Mal ging die Gressenicher Heimbachprozession selbststaendig. es waren zwei Jubilare zu feiern: Peter Clahsen ging zum 40. Male mit, Franz-Josef Liffmann zum 60. Mal. Der letztere gab den Praefektenstab an den ersteren weiter und war fortan Ehrenpraefekt. 1961 ist er verstorben. 1965 feierte Hubertine Franzen 50jaehriges Jubilaeum.

1968 gab es die zum ersten Mal eine Samstagabendmesse in Heimbach, so dass die Pilger nicht auch noch sonntags, wie bis dahin ueblich, schon um 6.30 Uhr zur hl. Messe mussten. Peter Clahsen und Jakob Franzen wurden 1969 wegen ihrer 50jaehrigen teinahme geehrt. Im Jahr danach ist Peter Clahsen gestorben. Er hatte also 10 Jahre die Prozession als Praefekt geleitet. Sein Nachfolger wurde Willi Schieren. Unter ihm wurde ein neues Berichts- und Kassenbuch angelegt, da das von Praefekt Liffmann gefuehrte voll war. !974 war der Brudermeister Jakob Johag Goldjubilar. 1975 feierte Hubertine Franzen 60 Jubilaeum. 1976 musste man wegen des Baus der Wehebachtalsperre zum ersten mal ueber Buche 19 und Kremers Kreuz nach Huertgen ziehen. 1978 war Jakob Bolz zum 40. Mal dabei, im folgenden Jahr Elisabeth Muenstermann. 1988 ging Jakob Bolz zum 50. Mal mit. 1989 war 70. Jubilaeum der selbststaendigen Gressenicher Prozession. Geehrt wurden Franz Dunkel (40), Elisabeth Muenstermann, Jakob Franzen und der Praefekt Willi Schieren fuer die 50. Teilnahme.

Nachdem Willi Schieren 19 Jahre die Prozession geleitet hatte, tat das im folgenden Jahr 1990 Werner Olbertz als neuer Praefekt . Im folgenden Jahr wurde Christel Dunkel und Willi Frentz wegen 40maliger TeilnahmAltar d. Schmerzhaften Muttere geehrt. Beide gingen schon laenger mit, hatten dies aber nicht angegeben.
1993 wurde an “Buche 19” das Pilgerkreuz aufgestellt. Dies ging leider nicht ohne Probleme vonstatten. Die mar. Vereinigung hatte von der Stadt Stolberg die Genehmigung, auf staedt. Gebiet an “Buche 19” ein Gebetskreuz zu errichten. Irrtuemlicherweise wurde das Kreuz aber 2 m auf dem Grund des staatl. Forstes aufgestellt. Die Forstverwaltung in Huertgen stellte die Brudermeister vor die Wahl, das Kreuz entweder zu entfernen oder pro Jahr  DM 50,00 als Pacht zu entrichten. Daraufhin wurde das Kreuz um 3 m versetzt und steht nun kostenfrei auf staedt. Grund. Seit diesem Jahr werden hier die 5 Wunden gebetet und den verstorbenen Pilgern gedacht.
1994 wurden Frau Margot Breuer und Frau Ursel Frentz fuer ihre 40malige Teilnahme geehrt, ausserdem wurde die Familie Mohnen dafuer ausgezeichnet, dass sie seit 75 Jahren kostenfrei die Taschen der Pilger transportierte. Im folgenden Jahr wurde Willi Souren fuer seine 40malige Teilnahme geehrt. 1996 verstarb Dr. Willi Frentz, der Jahrzehnte die Heimbachfahne getragen hatte und auf dessen Buch ueber die
Geschichte Gressenichs viele Beitraege dieser Homepage basieren. Als neuer Fahnentraeger wurde Willi Souren von den Brudermeistern gewaehlt. 1997 wurde Heinz Kruettgen fuer 40 Jahre Heimbachpilgern geehrt und 1998 bedankte sich der Praefekt bei Harald Heinen, Wilfried Kuhl und Helga Maria Vogel fuer ihre 40malige Teilnahme. Der Brudermeister Hans Franzen wurde fuer seine 50malige Teilnahme geehrt, eine Leistung, die nur von ganz wenigen Pilgern erreicht wird.
1999 war ein Jubeljahr, dass alle uebersehen hatten: die Gressenicher gingen zum 80. Male selbststaendig zur “schmerzhaften Mutter” nach Heimbach. In diesem Jahr wurde Franz Dunkel fuer seine 50. Teinahme geehrt. In seinem Glueckwunsch bedankete sich Praefekt Olbertz bei ihm als seinem “zuverlaessigsten und fleissigsten Helfer”. Jakob Franzen wurde fuer 60 Jahre Heimbachpilgern geehrt und fuehrte erfolgreich die Familientradition fort, denn sowohl sein Vater, als auch seine Mutter waren schon fuer die gleiche Leistung ausgezeichnet worden. Im Jahre 2000 standen nur zwei Ehrungen an, fuer mehr als 25 Jahre Heimbach wurde Hubert Schueller geehrt und Christel Dunkel, die an unserem Gebetskreuz die “5 Wunden” betet, wurde sogar fuer 50maliges Teilnehmen ausgezeichnet. Erwaehnenswert ist noch, dass die Pilger durch Heimbach von einem Wolkenbruch begleitet wurden, wie man ihn selten erlebt hat, im wahrsten Sinne des Wortes waren alle bis auf die Haut nass.Das Jahr 2001 konfrontierte die Marianische Vereinigung erstmaliSegnung der Pilgerkerze 2004g mit niedrigen Pilgerzahlen. Pilgerten samstags noch 76 Personen nach Heimbach, so waren es am Sonntag nur 28 Teilnehmer. Hans Franzen, der den Praefekten Olbertz vertrat, ehrte in der Pilgerkirche von Heimbach das Mitglied der Blasmusikanten Roland Breuer fuer seine 25. Teilnahme.

Im Jahr 2002 wurde die bisherige Prozessionsordnung geaendert. Bisher erhielten die Pilger samstags vor dem Auszug der Prozession in der Pfarrkirche ihren Pilgersegen. Da nur wenige Pilger an dieser Segnung teilnahmen, sahen die Brudermeister Handlungsbedarf. Erstmalig wurde die Pilgersegnung nicht mehr durchgefuehrt; dafuer fand am Freitag vor “Heimbach” erstmalig eine Pilgermesse in Verbindung mit dem Abendgottesdienst um 18.00 Uhr statt. Dies wird fuer die Zukunft nun die Regel sein. Auf den Weg zur “Schmerzhaften Mutter” machten sich samstags 65 Pilger, den Rueckweg nach Gressenich traten sonntags 42 Glaeubige an. Der Praefekt ehrte den Leiter der Blasmusikanten Arnold Scholl fuer die 25. Begleitung der Prozession. Im Jahre 2003 pilgerten 64 Gläubige samstags nach Heimbach, nachdem Sie morgens von Kaplan Datené gesegnet worden waren. Sonntag Morgen traten 36 Pilger den Heimweg nach Gressenich an. In Heimbach ehrte der Präfekt eine Pilgerin für ihre 25malige Teilnahme.
Am 22. Mai 2004 wurde das neue Pilgerkreuz an “Buche 19” gesegnet. Eine Neuerrichtung des Kreuzes war erforderlich geworden, da dass 1992 errichtete Kreuz durch Witterungseinflüsse morsch geworden war. Das neue Kreuz wurde ebenfalls von Brudermeister Heinz Bolz in gewohnt hervorragender Qualität gezimmert.

Fortsetzung folgt

 

Schmerzhafte Mutter